Drei Perspektiven auf KI im Referendariat
Shownotes
In dieser Folge geht es darum, wie KI die Ausbildung angehender Lehrkräfte im Referendariat verändert, von der Planung der Lehrprobe bis zur Prüfungskultur.
Als Gäst*innen mit dabei:
🔸 Catrin Ingerfeld-Bloemertz Catrin Ingerfeld-Bloemertz ist seit 2017 Fachleiterin für Deutsch am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Mönchengladbach. Gemeinsam mit Iris Laube-Stoll beschäftigt sie sich als „Ingerfeld + Laube“ seit der Pandemie mit Fragen zu Unterricht, Lehrkräftebildung und zeitgemäßer Lernkultur.
🔸 Georg Schlamp Georg Schlamp ist seit rund 17 Jahren Seminarlehrer für Englisch an einem Gymnasium bei München und bundesweit als Fortbildner unterwegs. Er setzt sich seit vielen Jahren für eine zeitgemäße Schule ein, die sich an den Rechten von Kindern und Jugendlichen orientiert, und beschäftigt sich seit drei Jahren intensiv mit KI.
🔸 Julian Rechlin Julian Rechlin unterrichtet Englisch und Spanisch am selben Gymnasium, an dem er von 2023 bis 2025 sein Referendariat absolviert hat. Zuvor arbeitete er drei Jahre als Dozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Salamanca, heute hält er gemeinsam mit Georg Schlamp Vorträge und Fortbildungen.
🎧 In dieser Episode sprechen Cynthia und Diana mit Catrin Ingerfeld-Bloemertz, Georg Schlamp und Julian Rechlin darüber, welche Rolle KI im Referendariat spielt und spielen sollte. Zum Einstieg vergleichen sie die Ausbildung in Nordrhein-Westfalen und Bayern, vom ZfsL mit fünf Unterrichtsbesuchen bis zum bayerischen Seminarschulsystem mit viel Coaching und nur drei bewerteten Stunden. Julian erzählt, wie er KI bei seinen Lehrproben eingesetzt hat und warum die Grundidee trotzdem von ihm selbst kommen sollte. Im Mittelpunkt steht außerdem die Prüfungskultur: warum KI-Detektoren Misstrauen schüren, weshalb 45-minütige Prüfungsstunden kaum zum selbstorganisierten Lernen passen und ob es am Ende überhaupt eine Note braucht. Zum Schluss gibt es Tipps für angehende Referendar*innen und konkrete Wünsche an die Kultusministerien: mehr Gestaltungsfreiheit, Geld für KI-Werkzeuge und vor allem Zeit für Fortbildung.
💡 Key-Takeaways
KI als Sparringspartner, nicht als Ghostwriter: Wer zuerst eine eigene Idee entwickelt und die KI danach zum Prüfen und Nachschärfen nutzt, lernt mehr und plant Unterricht, der wirklich zur eigenen Lerngruppe passt.
Prüfungskultur neu denken: Statt zu fragen, wie KI aus Prüfungen herausgehalten werden kann, sollte im Mittelpunkt stehen, was Prüfungen eigentlich sichtbar machen sollen, denn KI-Detektoren funktionieren nicht und fördern Misstrauen.
Expertise ist keine Einbahnstraße: Ausbildende und Lehrkräfte dürfen sich von Referendar*innen und Schüler*innen überholen lassen und gemeinsam mit ihnen lernen, statt am eigenen Wissensvorsprung festzuhalten.
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Transkript anzeigen
00:00:00: sondern wir müssen vielleicht einfach akzeptieren, dass sich unsere Rolle ändert.
00:00:04: Dass der Wissensvorsprung weg ist gerade was KI angeht und das Wissenmonopol nicht mehr da ist.
00:00:09: Und wir uns in Richtung Kurkonstruktion bewegen sowohl im Klassenzimmer als auch in der Ausbildung.
00:00:15: Das ist nicht überall so und es ist durchaus schwierig weil die Lehrkräfte das was wir immer hatten nämlich recht ein bisschen abgeben müssen und das müssen wir können aber eben auch zulassen und das ist schon lange wichtig gerade in der modernen Detaktik aber durch KI noch viel mehr.
00:00:49: drei Gäste und wir wollen sprechen über das Thema Referendariat.
00:00:54: Super spannend!
00:00:56: Und wenn wir dabei haben, ist zum einen Katrin Ingerfeld Blomatz aus NRW.
00:01:00: sie ist Fachleiterin dort.
00:01:02: Wir haben Georg Schlampp mit dabei Aus Bayern Seminaler und ich freue mich ganz besonders dass wir Julian Rechlin dabei haben.
00:01:11: Er hat das Referendariat vor kurzem hinter sich gebracht sozusagen und ist mittlerweile Gymnasial Lehrer für Englisch und Spanisch.
00:01:19: Herzlich willkommen ihr drei und ich würde euch bitten, dass ihr euch einmal kurz vorstellt.
00:01:25: Georg magst du bitte einmal anfangen?
00:01:28: Ja hallo herzlichen Dank für die Einladung freue mich sehr.
00:01:31: es ist wirklich wie du sagst ein spannendes Thema.
00:01:34: Ich bin seit jetzt glaube siebzehn Jahre Seminallehrer für Englisch an dem Gymnasium in Bayern beschäftigen mich seit vielen, vielen Jahren mit Dingen die irgendwie Schule zeitgemäßer machen.
00:01:46: Schule irgendwie an die Räder Kinder und Jugendlichen anpassen.
00:01:49: Und natürlich auch da im Rahmen der letzten drei Jahre sehr viel mit KI.
00:01:55: Super Katrin?
00:01:57: Ganz gerne!
00:01:58: Guten Tag zusammen.
00:02:00: Mein Name ist Katrin Ingelfeld-Blömerz und ich bin ein bisschen jünger.
00:02:04: erst im Amt seit zwei tausend subzern, bin ich Fachleiterin für Deute in Nordrhein Westfalen und nebenher noch gemeinsam mit meinem Fraulein Iris Laube stol unterwegs auf Ingelfelt und Laube unterstellen wir uns ja seit der Pandemie letztlich Fragen zur Unterricht Lehrkräftebildung und zeitgemäßer Lernkultur.
00:02:23: sehr schön und Julian jetzt noch zu dir.
00:02:26: Ja hallo in die Runde.
00:02:27: auch vielen Dank von meiner Seite, dass ich dabei sein darf.
00:02:29: Mein Name ist Julian Richtlin und ich bin eine thirty-fünf Jahre alt und arbeite als Gymnasiallehrer für die Fächer Englisch und Spanisch am selben Münchner Gymnasium wie der Georg, der im Jahr zwei tausenddreien zwanzig bis fünfundzwanzig mein Seminalehrer war fürs Fachenglisch.
00:02:44: Ich habe so ein bisschen den Umweg gewählt.
00:02:47: Nach meinem ersten Staatsexamen noch drei Jahre an der Uni in Spanien in Salamanca als dozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter gearbeitet hat dann irgendwann festgestellt das die Lehren mir mehr Spaß macht als die Forschung und dann im etwas höheren Alter mit zweiunddreißig dann doch noch das Referendariat anzutreten.
00:03:02: Und ich glaube, es war die richtige Entscheidung.
00:03:04: Ja damit auch ein Hallo von mir in der Runde!
00:03:07: Ich freue mich sehr dass wir heute wieder so wunderbare Gäste und Gästinnen haben.
00:03:12: Julian, da du am nächsten dran bist noch am Referendariat würde ich mich freuen wenn du uns vielleicht mal mit in die Woche vor deine Lehrprobe nimmst.
00:03:22: Was hast Du denn so gemacht und wo war vielleicht auch KI beteiligt?
00:03:26: Weil das soll heute hier natürlich nicht unter den Tisch gekehrt werden sondern es ist eine ganz dringliche Frage die wir uns mit stellen wollen nämlich ja was macht denn so KI im Referendariat?
00:03:38: Ja, das ist eine ganz spannende Frage.
00:03:39: Ich muss da vielleicht ganz kurz einordnen so einen kleiner Bayerischer Realitätscheck.
00:03:42: Bei uns ist der Lehrprobenzeitraum nicht eine Woche sondern drei Wochen was an und für sich ganz cool ist wenn man doch ein bisschen mehr Zeit hat sich vorzubereiten.
00:03:49: auf der anderen Seite es ist auch genügend Zeit um eine eigentlich gute Idee nochmal völlig umzuschmeißen.
00:03:53: Das kann natürlich auch dann zum Problem werden.
00:03:55: ich bin der Meinung dass Kaida in ganz ganz vielen Stellen dieser Wertschöpfungskette einer Lehrprobe eingesetzt werden kann kann ganz am Anfang sein.
00:04:04: Ich suche eine Idee, ich suche Methoden und erinnere mich an die Lehrprobe Gehoff wird sich vielleicht auch erinnern zum Thema Lesetraining und Leseförderung.
00:04:11: Und ich habe da gar nicht gewusst, was damit eigentlich gemeint ist.
00:04:13: Lesetrainings-Leseförterungen haben von der KI erstmal so ein paar Ideen auflisten lassen.
00:04:17: Welche Methoden gibt es da?
00:04:18: Welche Möglichkeiten?
00:04:20: Dann gibt's aber ganz viele weitere Stellen bei der Erstellung von Materialien, Arbeitsplättern... Also alles, was eigentlich auch im Unterrichtsalltag relevant sein könnte.
00:04:28: Ich erinnere mich an eine Lehrprobe zu ökologischen Orangen aus Spanien, in den spanisch.
00:04:33: Da hab' ich mit der KI eben einen Bild generieren lassen die auch Namen hatte, die so ein bisschen durch die Stunde begleitet hat und den ganzen so einen Rahmen, so einen roten Faden gegeben hat.
00:04:43: Ist jetzt vielleicht nicht die große didaktische Revolution aber zeigt das auch... bei vielen Kleinigkeiten, die KI angewendet werden kann.
00:04:49: Vielleicht ein ganz kleiner Einwand oder so'n kleiner Gedanke der mir hingeblieben ist?
00:04:54: Ich hab die KI eigentlich immer relativ spät zum Einsatz gebracht im Rahmen der Lehrproben weil ich finde in den Lehrprobe es schon bisschen so ein Brainchild und sollte auch irgendwie dem eigenen Genius entspringen.
00:05:05: Und ich glaube die KI ist da vor allem gut als Barringpartner irgendwann zum Einsatz zu bringen wenn ich schon Ideen habe und dann noch mal so ein bisschen zu testen.
00:05:12: passt das alles was sich geplant hat?
00:05:14: Ja, vielen Dank.
00:05:15: Spannend!
00:05:16: Also Sie fahren doch schon gut mal zu hören was für verschiedene Möglichkeiten es potenziell gibt.
00:05:20: und auch
00:05:21: das ist nicht nur bedeutet man lässt sich ja Tests ausgeben oder Arbeitsblätter sondern eben auch eine Bild KI zu befragen dass sie gleich mit unterstützt.
00:05:30: schönes Beispiel übrigens mit der Branche
00:05:34: war ein Ermorscher mit Gesicht
00:05:39: Genau, damit wir vielleicht... Wir haben ja gerade schon gemerkt.
00:05:41: Es ist nicht nur Bayern vertreten sondern es kommt noch immer mit dabei aus NRW nämlich Katrin und Katrin.
00:05:48: von dir würde ich gerne mal wissen wollen wie die vollführende Ariate in NRW abläuft denn da sitzt du ganz kurz um knapp einfach was man da vielleicht so wissen sollte bevor wir jetzt noch tiefer einsteigen.
00:06:00: Gerne, danke, sind ja.
00:06:02: Also der Vorbereitungsdienst bei uns in Nordrhein-Westfalen dauert achtzehn Monate und findet an einer Schule und einem Zentrum für schulpraktische leere Ausbildung statt.
00:06:12: Und an unserem ZFSL erhalten die LAA die Ausbildung in beiden Fächern und auch überfachlich unterrichten von den achtzehnten Monaten zwölf Monate selbstständig.
00:06:25: In dieser Zeit besuchen wir sie fünfmal im Unterrichtsbesuch oder im Unterrecht.
00:06:30: Und da halten sich Gerüchte ganz wacker.
00:06:33: Wie kommen wir eigentlich zu Noten, bis es dann zum großen Prüfungstag kommt?
00:06:38: Dazu würde ich gerne wenigstens ein Wort verlieren und die Chance hier in der Öffentlichkeit nutzen.
00:06:45: Es zählen also nicht die fünf Unterrichtsbesuche, die ich durch fünf Teile um dann zu einer notebefriedigen Gut sehr gut zu gelagen sondern entscheidend ist wirklich im Verlauf der Ausbildungszeit erreichte Kompetenzstand.
00:06:59: So, und mit diesen achtzehn Monaten gehen unsere Lehramtsanwärter innen dann ins Exhaben.
00:07:05: Und der Exhabestag bei uns ist es einer umfasst dann zwei unterrichtspraktische Prüfungen nämlich in jedem Fach eine und das Colloquium.
00:07:15: Ich glaube, da haben wir mal einen ganz guten Einblick gerade bekommen.
00:07:18: Es ist gut, dass du diese Chance genutzt hast das einmal darzulegen und würde mich tatsächlich nochmal interessieren.
00:07:25: In Georg kann man noch ein bisschen erzählen wie es in Bayern ist wo vielleicht auch die Unterschiede liegen?
00:07:29: Also ich finde das immer ganz spannend zu sehen weil wir sind normal federalistisch aufgestellt.
00:07:32: Insofern ist schon mal spannend, dass da schon grundsätzlich ganz wesentlich Unterschiede liegen und dann geht's ja noch weiter in die Richtung wie man mit diesen Dingen wie Kaiden in dieser Harmung umgeht.
00:07:45: Tatsächlich ist es wirklich spannend, weil wir in Bayern das so eine Sonderrolle einnehmen.
00:07:49: Das einzige Bundesland, dass keine Fachseminare hat, sondern also nicht so externe, sondern wir haben sogenannte Seminarschulen.
00:07:57: Wir sind zu einer, wir sind ganz normales staatliches Gymnasium und wir haben die Seminalerkräfte in der Schule mit drin.
00:08:04: Also wir haben jetzt bei uns glaube neuen Seminare Englisch-Deutsch, Französisch-Spanisch Biochemie Geschichte Politik und Gesellschaft.
00:08:16: Und wir bekommen immer am Anfang eines Schuljahres eine Menge anderer Fredaheinen, jetzt kommen einundzwanzig zum Beispiel.
00:08:23: die haben die verschiedensten Kombinationen also ich habe jetzt welche mit Englisch-Spanisch, welche mit englisch Französisch, welchen mit Engelisch Biologie?
00:08:29: Die bleiben das erste halb Jahr komplett bei uns.
00:08:32: dann sind sie ein Jahr irgendwo in Bayern im Einsatz wo ich sie aber auch alle sechs Wochen sehe und sonst den Kontakt mit ihnen stehe.
00:08:37: und das letzte Halbjahr sind sie wieder bei uns Und die Fachdidaktik, Pädagogik, Psychologie und so weiter findet bei uns statt.
00:08:44: Regelmäßig jede Woche in Sitzungen... ...und ich kann auch meine Refondanen dann jede Woche also so oft wie ich will unter Besuch im Unterricht.
00:08:52: Das heißt sie haben sechs Wochen laufen Sie mal mit, haben erste Versuche und ab dann unterrichten sie eigene Klassen.
00:08:58: Ich kann so oft, ich möchte da reingehen und es werden insgesamt nur drei der Stunden wirklich bewertet.
00:09:04: Zuerst alles andere ist wirklich Coaching was eine ganz tolle Möglichkeit ist.
00:09:06: Also das ist wirklich großartig dieses System.
00:09:09: Sonst ist nicht alles immer so golden, wie es von Bayern aus propagiert wird.
00:09:16: Aber dieses System mit den Möglichkeiten zu coachen und so ist wirklich sehr gut!
00:09:21: Super, das finde ich total spannend auch diese unterschiedlichen Ansätze jetzt mal zu hören.
00:09:25: Es gibt natürlich noch vierzehn weitere in unserem föderalen System auf Deutschland bezogen.
00:09:32: Ganz kurz findet da auch
00:09:33: Austausch
00:09:34: statt?
00:09:34: Ich meine heute reden wir darüber aber findet dazwischen diesen Seminarschulen oder diesen ZFSLs da auch austauscht hat was man davon einander lernen kann?
00:09:45: Meinst du über die Grenzen hinweg?
00:09:47: Ja genau
00:09:47: über die Bundeslandgrenzen.
00:09:53: Also es gibt Katrin und ich, wir tauschen uns immer wieder aus schon seit einer Weile.
00:10:03: Aber ich glaube das ist eher ein Sonderfall.
00:10:04: aber es gibt andere Treffen wo Katrin gerade war, wo wir in Bayern nicht so viel von wissen.
00:10:14: Ganz genau!
00:10:15: Und wenn ich noch mal auf diese Zeit denke seit Corona bis heute... Da könnten wir so das eine oder andere benennen, was wirklich ja eine ganz gute Vorbildfunktion haben könnte.
00:10:26: Die Hessen sind unterwegs in Brandenburg wird ordentlich auf Vernetzung gesetzt da haben wir uns schon wechselseitig eingeladen zu Veranstaltungen und wirklich mit Georg eigentlich seit der ersten Stunde zumindest seit ich im Netz bin Und dass ist ganz gut.
00:10:41: Ich meine das müsste noch vehementer vertreten werden und noch systemischer und systematischer gedacht werden, da liegt nämlich eine riesen Chance auf sechzehn Länder und deren klugen Ideen einfach zu schauen.
00:10:55: Ja super!
00:10:56: Das kann ich mir vorstellen.
00:10:58: und was ich jetzt hier auch raushör ist dass viel informell stattfindet.
00:11:01: das ist schon mal gut aber dieses Systemische fehlt ein bisschen.
00:11:04: Gut jetzt haben wir schon ein bisschen Einblicke bekommen.
00:11:08: Georg, jetzt mal an dich.
00:11:09: Inwiefern spielt künstliche Intelligenz bei euch in der Ausbildung denn schon eine Rolle?
00:11:15: Und zwar zum einen natürlich was du machst aber auch unabhängig von dir.
00:11:19: Gibt es da bestimmte Vorgaben?
00:11:23: Ja also das ist sehr unterschiedlich.
00:11:25: Es gibt Vorgabe wir haben in Bayern schon seit ein paar Jahren zusätzlich zu normalen Ausbildungsplänen einen Modulplan zur digitalen Bildung indem auch Karine Rolle spielt.
00:11:37: Der wird aber von jeder Seminarschule selber erstellt und ist daher ein bisschen unterschiedlich.
00:11:43: Auch sind eben diese Seminalerkräfte, also ich weiß für Englisch sind das glaube ich Achtzig in ganz Bayern.
00:11:47: für das Gymnasium an anderen Schularten ist es noch ein bisschen anders.
00:11:51: Wird das natürlich von jeder seminaler Kräfte ein bisschen unterschließlich interpretiert je nachdem wie sehr die Sicht auch damit beschäftigen?
00:11:58: Da wird gerade an unserer Akademie eine Fortbildungsakademie ein neues Konzept zur Vorbildung der Seminalerkräfte entwickelt, an dem ich auch mitarbeiten darf.
00:12:09: Aber das bauert so ein bisschen bis es natürlich kommt.
00:12:13: Das ist durchaus schwierig.
00:12:15: Ich habe jetzt vor sechs Wochen wieder einen Vortrag halten dürfen für alle Englisch Seminarekräfte in Bayern und die Resonanz ist halt sehr, sehr variabel.
00:12:24: Es ist sehr unterschiedlich.
00:12:25: Ich hab zum Beispiel für mein Seminar vor zwei Jahren schon so einen eigenen Assistenten entwickelt, Educheck der eben deren Unterrichtsentwürfe
00:12:33: bewertet
00:12:35: nach bestimmten Kriterien, sieben C, vier K und so weiter.
00:12:37: Den habt ihr auch mal umgesetzt was sehr spannend ist aber es ist halt wirklich individuell und das gibt große Unterschiede den einzelnen Seminaren.
00:12:47: aber um zum Schluss zu kommen.
00:12:49: Es spielt eine Rolle und sollte noch nicht viel größere Rolle spielen weil die Referendarinnen alle damit arbeiten.
00:12:55: Sie arbeiten selber damit.
00:12:57: sie müssen es aber vor allem den SchülerInnen auch vermitteln können.
00:13:03: Zuliebesgrundverständnis.
00:13:07: Ich nutze die Chance, dass wir jemand hier haben, mit dem das Reifen dabei zurückliegen.
00:13:11: Julian, ich werde dich da heute ab und zu hin zu raten ziehen und befragen dazu!
00:13:15: Wie hast du denn das Ganze wahrgenommen?
00:13:17: Also wie präsent war da KI schon für Dich?
00:13:21: Und ja...wie gut fühlst Du Dich vielleicht auch nach dem Ref jetzt wo du in der Lehrpraxis
00:13:26: bist?!
00:13:27: Darauf vorbereitet, Georg hat es auch gerade ganz schön gesagt.
00:13:30: Auch die Schülerinnen und Schülern müssen ja mitgenommen werden.
00:13:32: Warst du dann schon soweit währenddessen dass du auch Schülerin und Schüler hättest überhaupt mitnehmen können oder musstest du deine eigene Kompetenz als Schulen hast?
00:13:39: Du dich da unterstützt gefühlt in dieser Zeit das ja zu erkunden und damit umgehen zu lernen und einzusetzen?
00:13:47: Ja, also ich muss dazu sagen.
00:13:48: Ich bin wahrscheinlich ein bisschen befangen weil eben der Georg mein Seminarlehrer wacht und wir jetzt auch nach dem Ref sehr gute Freunde geworden sind.
00:13:56: Das heißt gerade was das Thema KI und Digitalität angeht war mein Seminar wahrscheinlich nicht repräsentativ.
00:14:01: Es gab wahnsinnig viel Input, es gab aber auch seminalübergreifende Veranstaltungen bei denen teilweise über hundert Referendarinnen teilgenommen haben.
00:14:11: also das war jetzt nicht nur die Sache eine Kultur die bei uns an der Seminarschule so gepflegt wurde sondern ich glaube dass ist auch eine Sache die Bayern ganz gut organisiert hat.
00:14:19: Ich habe aber ja auch noch ein anderes Exempel meine andere Seminare in Sabine Die mich einfach spanish betreut hat sie jetzt nicht so versiert ist auf dem Libit wie Georg eingearbeitet, hat uns als Referendar innen eingebunden.
00:14:30: Die hat irgendwann gemerkt dass ich da so ein bisschen Blut läcke und hat dann mich auch so ein bischen in den Seminarsetzungen mit einbezogen und mich auch mal konsultiert.
00:14:38: das fand ich sehr sehr angenehm und sehr wetschätzend.
00:14:40: Ich muss aber auch dazu sagen, dass man es nicht general gemeinern darf.
00:14:43: Das ist jetzt meine sehr subjektive Erfahrung.
00:14:45: Ich glaube, dass das Referendariat sehr individuelles Georg ansprach.
00:14:49: Es hängt sehr viel von dem Seminarlektor ab von den Schulen auf vom Bundesland.
00:14:53: Für mich war es sehr positiv, ich glaube da gibt's aber auch andere Erfahrungswerte.
00:14:57: Ich habe mich sehr gut vorbereitet gefühlt einfach weil die Möglichkeiten da waren.
00:15:01: man muss eine Sache ganz deutlich dazu sagen Es hängt auch ein bisschen vom Referendaren ab wie viel Lust man darauf hat.
00:15:07: Weil das ist halt einfach ein Investment und man muss sich da so ein bisschen reinfuchsen.
00:15:12: dieses Thema Und ich glaube es zahlt sich aber am Ende auch einfach aus.
00:15:16: Das muss man einfach wissen, wenn man sich mit dem Thema KI beschäftigen möchte.
00:15:19: Man investiert Arbeit und Zeit und bekommt da beim Ende was zurück.
00:15:22: Und das ist eben auch nicht jeder bereit zu tun.
00:15:26: Ja ich glaube es ist ein ganz wichtiger Faktor den wir bei allem heute hier mit denken müssen.
00:15:29: Es ist sehr individuell.
00:15:30: Es kommt sehr auf die Bundesländer haben wir zu Beginn schon gehört an aber eben auch dann auf die einzelnen Schulen und auch Menschen, die dann involviert sind innerhalb dessen.
00:15:40: Ich finde es gerade nochmal ganz schön dass du... Ja, auch gesagt hast du es da der Offenheit da war.
00:15:46: Dass das auch extrem geholfen hat, dass selbst die Seminalerinnen, die damit nicht so versiert oder affin war sich dann reingefuchst hat und dann dich gefragt hat wie man das vielleicht noch machen könnte?
00:15:57: Wie man damit umgehen könnte.
00:15:58: ich finde ist es auf der ideale Umgang damit wie Lehrkräfte ihren Schülern gegenüber mit dieser Neugier entgegentreten können, dass wir einfach sagen Ich weiß es selber noch nicht richtig aber lass uns doch zusammen rausfinden.
00:16:08: Das finde ich fantastisch!
00:16:10: Das möchte ich an der Stelle nur kurz anmerken
00:16:12: Super gut, genau.
00:16:15: Jetzt nochmal zu dir Katrin.
00:16:17: Ihr seid jetzt alle in einem Feld unterwegs das sich wahnsinnig schnell verändert und man kommt vermutlich kaum hinterher die Seminarpläne zu schreiben.
00:16:26: wie geht ihr jetzt damit um für etwas verantwortlich zu sein dass ihr gerade eigentlich erst selbst lernt?
00:16:33: Wie wir es eben auch schon von Julian gehört haben dann ist es ja auch ihr oder wir alle lernen ja und gleichzeitig sind wir in der verantwortlichen Position.
00:16:43: Das ist einfach eine super Frage und ich möchte an Julian auch noch einfach einmal anknüpfen, wie großartig es sich von Schülerinnen aber genauso auch von Referendaren einfach mal überholen zu lassen.
00:16:55: so also das ist einfach der erste Punkt und vielleicht müssen wir es als lebenslang Lernende auf der anderen Seite auch einfach mal aushalten dass wir nicht auf alles eine fertige Antwort haben.
00:17:09: Obwohl ich nicht auf alles eine fertige Antwort habe, kann ich doch trotzdem professionelle Urteilsfähigkeit fördern.
00:17:16: Das betrifft KI und jedes andere Thema das wir als Querschnittsthema jetzt hier mitdenken müssen, meine ich.
00:17:23: Und vielleicht noch einen weiteren Gedanken dran gehängt?
00:17:26: Vielleicht verändert auch die Rolle von mir als Ausbildende.
00:17:30: Ich hab überhaupt nichts dagegen mich von der Vorstellung zu verabschieden dass Lärden und Innovation in der Lehrkräfte Bildung immer Kaskadenförmig von den Ausbildenden zu den LA verlaufen muss.
00:17:43: Ich meine eines, nämlich Expertise ist keine Einbahnstraße.
00:17:48: Das hat Julian in seinem Einstiegsstatement gesagt und jetzt gerade auch nochmal ausgeführt.
00:17:54: Vor dem Hintergrund macht sich Nordrhein-Westfalen im Wandel der neuen OVP, also auch der Ausbildungs- und Prüfungsordnung auf den Weg und muss KI hier als Querschnittsthema mit einziehen.
00:18:05: Und das ist Aufgabe aller Fächer und der Kernseminare und eben nicht als separates Thema in irgendeinem Ausbildungsquartal.
00:18:14: Das ist gut und richtig so!
00:18:21: Vielen Dank, was mir besonders... Ich habe mir das direkt als Zitat aufgeschrieben.
00:18:25: Wie großartig ist es sich einfach mal von Schülerinnen oder Referenteinen überholen zu lassen?
00:18:30: Richtig, richtig schön!
00:18:33: Und auch nochmal jetzt anknüpfend an dich Julian im Referendariat lernst du und du wirst immer auch gleichzeitig bewertet.
00:18:44: Ich habe jetzt schon gehört, ihr hattet glaube ich jetzt an der Schule mit dem Konstrukt des.
00:18:49: ihr habt in Bayern vermutlich eine bisschen engere Beziehung zumindest in eurem Fall.
00:18:54: aber wie geht ihr mit dieser Doppelrolle um unter Bereitschaft auch was Neues zu lernen und mal Risiken einzugehen?
00:19:02: Ja
00:19:03: spannende Frage also.
00:19:04: ich muss auch da wieder sagen Meine subjektive Erfahrung war sehr komfortabel, weil ich nenne es mal experimentelle Offenheit.
00:19:11: Was war das von meinen Seminarekräften wirklich explizit gefordert und auch gewollt wurde?
00:19:17: Ich habe in REF wahrscheinlich mehr ausprobiert als dann danach im normalen Schulalltag und werde wahrscheinlich auch nicht mehr so viel ausprobieren wie in diesen zwei Jahren viele Dinge die ich ausprobierte durch die später veröffentlichen didaktischen Fachzeitschriften oder in Form von Vorträgen.
00:19:29: also ich hab da wirklich wahnsinnig profitiert.
00:19:31: Das war wirklich so ein experimenteller Nährboden.
00:19:34: Ich bin aber auch der Meinung, dass Lernen unter Bewertung so ein bisschen Spannungsfeld bleibt.
00:19:38: Ich kenne von anderen Referendarinn auch die Situation, dass man dann irgendwann vielleicht so ja die Präferenzen oder diesen didaktischen Gusto einer bestimmten Seminaleerkraft kennt und dann vielleicht wieder lieber versucht So die sicheren nummer zu bedienen und dann irgendwie so das zu machen wo man weiß dass gefällt der signale kraft.
00:19:54: bei mir war Das wirklich nie so.
00:19:55: ich hatte immer das gefühl dass Ich nicht zu so einer reproduktion meiner signale erkräfte werden sollte auch wenn es am ende vielleicht ein bisschen so geworden ist weil Man sich auf die stärken so ein bisschen abschaut.
00:20:06: das ging aber immer darum so meine individualität wahrzunehmen Meine stärken meine schwächen und meine eigene lehrer persönlichkeit zu entwickeln.
00:20:12: und ich glaube dass Wenn ausbehnung so funktioniert, dass dann auch bewertungen und offenheit irgendwo miteinander in Einklang existieren können.
00:20:21: Ich glaube aber, dass es einfach auch wieder sehr individuell ist und von der Seminallerkraft abhängt
00:20:27: Ja, aber umso schöner auch dass es diese Möglichkeiten gibt.
00:20:30: Dass man etwas mehr auf die auch da lernenden Ende eingeht und ein bisschen mehr schaut wo sind die individuellen Stärken?
00:20:36: Wo sind vielleicht die Freuden sich auszuprobieren in dem Moment und das zu stützen und dann sich eine Richtung zu vorm?
00:20:44: Ich finde es auch gut wenn das Referendariatenstückweiten Erkundungsraum bleibt weil am Ende ist dieser Übergang vom dem was man gelernt hat hin die Praxis und da nochmal so ein bisschen zu schauen wie du es gerade richtig schön gesagt hast, welche Lehrpersönlichkeit man auch sein möchte oder welcher Haltung vielleicht man auch entwickeln möchte.
00:21:00: Ich finde ist genau der richtige Raum dafür.
00:21:04: Katrin ich möchte mal zu dir zurückkommen und zwar der Unterrichtsentwurf.
00:21:09: das ist ja ein Lernmittel aber auch eine Prüfungsleistung könnte man sagen.
00:21:13: in einem.
00:21:15: Und jetzt so bisschen die Frage Wie kann man das überhaupt noch so gut im Zeiten von KI?
00:21:20: Darstellen, wie gut kann man das noch nutzen?
00:21:22: Wie gut ist es vielleicht auch noch bewertbar wenn man eben auch bedenkt dass KI hier eine nicht unerhebliche Rolle spielen kann.
00:21:30: Also der Entwurf an sich darf bei uns ja gar nicht bewertet werden sondern halt das was dann da geplant würde und die Umsetzung des ganzen.
00:21:37: natürlich
00:21:37: kommt etwas
00:21:38: mit hinein.
00:21:39: ich glaube also dass wir uns sehr ehrlich sein müssen und akzeptieren und auch fordern müssen eigentlich damit KI gearbeitet wird.
00:21:48: Aber das ändert ja nichts daran, dass eine Stunde entworfen wird die auf genau die Lerngruppe passt.
00:21:54: Die auf die Charaktere in der Klasse passt.
00:21:56: Diese Situation in der sich die Schülerin gerade befindet irgendwie berücksichtigt so vieles mehr und das kann KI überhaupt gar nicht.
00:22:07: also das ist nach wie vor.
00:22:08: es ist eine Stunde die für eine Klasse gemacht wird für eine Lerngruppe gemacht wird spielt eine Rolle.
00:22:15: Ich finde das auch sinnvoll, ich finde es auch wichtig dass es verwendet wird weil es einfach viele Dinge erleichtert und dann eben Zeit für andere Dinge nimmt.
00:22:24: In dem Zusammenhang möchte ich vielleicht nochmal sagen was vorhin schon von Julian und auch von Katrin gesagt wurde Es muss sich grundsätzlich das Gesamtsystem ändern.
00:22:32: also wir müssen so ein bisschen weg von sowohl im Unterricht als auch in der Ausbildung weg von dieser Hierarchie.
00:22:40: diese Kaskade von der Katrin geredet hat trifft eben auch im Fall der Stundenentwürfe und der bewerteten Stundenentwerfe ganz klar zu.
00:22:50: Das ist eine super Überleitung Georg, du hast gerade fast schon mal ganz groß aufgemacht und das stimme ich dir total zu.
00:22:58: ein Punkt, dass gerade schon Bewertete quasi Entwürfel gesagtes Thema Prüfungskultur ist ein riesengroßes Thema auch und ich weiß, Katrin du beschäftigst dich auch damit.
00:23:09: Ich würde es einfach den Ball mal rüber zu dir spielen zum Thema Prüfungskultur was ist da deine Meinung?
00:23:18: Ganz gerne vielen Dank.
00:23:20: also ich wünsche mir dass wir noch viel grundsätzlicher und viel vernetzter wie wir's eben schon gesagt haben miteinander darüber sprechen wozu wir eigentlich prüfen.
00:23:32: Ja, also das ist der erste Punkt.
00:23:34: Wenn ich mir also einen Neuanfang mal ausmalen dürfte in diesem Zusammenhang dann wäre das Prüfen in der Ausbildung ganz sicher Teil des Lernen Prozesses und des Professionalisierungsprozesses.
00:23:47: Und nicht wie bei uns ein Absturztag oder das große Gutachten nach achtzehn Monaten.
00:23:53: Ich habe dazu in letzter Zeit noch mal Julia Kojina gelesen, da würde ich sozusagen gerne einen Fokus drauflegen.
00:24:02: wenn wir Professionalisierung immer auch als individuellen Entwicklungsprozess verstehen dann müssen wir über das Referendariat und das Prüfen nochmal neu nachdenken weil Julian in seinen Erfahrungen genauso mit denken müssen wie jemanden, der sich mit KI oder jedem anderen Thema das uns jetzt gerade begegnet ganz neu auf den Weg macht.
00:24:23: Das heißt also wir müssen Bildungsbiografien meines Erachtens mal mit einziehen die Anforderung des Berufes damit verschränken und so weiter.
00:24:33: Also Prüfung wäre in diesem Sinne wenn ich das ernst nehme nicht das Endprodukt bei uns in NRW nach achtzehn Monaten.
00:24:41: Ich möchte die Chance nutzen, um noch ein bisschen auszuholen.
00:24:47: Es braucht dann auch eine andere Form der Begleitung in diesen achtzehn Monaten und meine Frage ist, braucht es dann einer abschließenden Note?
00:24:56: Wir haben in frühen Phasen als wir über Prüfungskultur nachgedacht haben zum Beispiel mit Björn Nölter auch darüber gesprochen Ob nicht einfach ein Bestanden oder ein Nichtbestanden ausreicht an dieser Stelle und ob die Einstellungen in Schule vielleicht dann nochmal ganz andere Überlegung aufmachen.
00:25:15: Georg dazu, aber ich möchte nachher noch was ergänzen?
00:25:20: Nein gerne!
00:25:21: Ich wollte nur etwas ergänzten wenn du fertig bist.
00:25:24: Oh bei!
00:25:26: Nein, nein.
00:25:26: Also dann würde ich gerne eine Sache noch nutzen aus der letzten Zeit.
00:25:31: Ich empfinde immer wieder das Nachdenken im Netz und in Kollegien über KI allzu häufig als Spiegel-KI wird als Stürrfall gesehen Und ich finde, das darf es nicht sein.
00:25:43: Ja?
00:25:43: Also vor dem Hintergrund von Detektorenfragen, von Plagiatsvorwürfen und von Täuschungsvorwörfen die bei uns eingehen usw.
00:25:52: So rum können wir eigentlich nicht über Prüfungskultur nachdenken.
00:25:55: so meine ich.
00:25:57: also die Frage darf nicht sein wie kommt KI aus Prüfungen raus?
00:26:01: sondern vielmehr was wollen wir mit prüfungen eigentlich sichtbar machen?
00:26:05: und dann ist KI Ein Thema, das in diese Frage mit reingeht.
00:26:10: Aber nur eines und nicht das Beherrschende.
00:26:15: Gleich zur Gänzung.
00:26:16: Danke, Katrin!
00:26:17: Ja also der letzte Satz ist natürlich... Es ist absolut richtig dieses ganze Thema wie kann ich KI erkennen?
00:26:23: Wie kann ich Texte erkennen diese Detektoren auch das was jetzt von Claude da entworfen wurde?
00:26:27: Das ist alles Quatsch, es funktioniert alles zum einen nicht zum anderen fördert eine unfassbare Misstrauenskultur sowohl im Unterricht als auch im Referariat.
00:26:35: Ich habe Schülerinnen die sagen ich hab Angst was gutes abzugeben weil weil ich sonst beschuldigt werde KI genutzt zu haben.
00:26:41: Also das ist ein ganz ganz wichtiges Thema.
00:26:44: Aber noch mal, um zur Prüfungskultur zu kommen.
00:26:46: Wir machen uns da auch Gedanken und ich finde ganz konkret jetzt neben deinen sehr wichtigen Gedanken wie es eigentlich sich verändern müsste.
00:26:53: Wir haben bei uns in Bayern die Bewertungen von einer forty-fünf Minuten Stunde, die wir theoretisch auf Antrag erweitern können auf sechzig oder seventy fünf Minuten aber Standard ist eine halbe Minute der Standard im Unterricht ist aber in der Regel doppelstunden.
00:27:08: Das heißt, wir haben neunzig Minuten und wir haben eine Tendenz hin zum selbstorganisierten Lernen selbstständigen Arbeiten, wo die Lehrkraft kaum noch in Erscheinung tritt.
00:27:19: Und wir haben aber sehr viele Lehrkräfte, Seminallehrkräfte gesagt und ich muss doch wissen wie der agiert?
00:27:23: Ich muss sehen was er tut!
00:27:25: Das ist ein ganz großes Problem dass wir hier die Prüfungsformen, die wir in den geprüften Stunden inzwischen vorfinden das die Nisman mit der eigentlichen moderne didaktischen Realität zu tun haben.
00:27:36: und da müssen wir auch sehr dringend dran
00:27:39: Und das würde ich mir auch noch gerne schnappen.
00:27:41: Ganz genau Georg, völlig richtig gerade in den Zusammenhängen die du aufgemacht hast Das ist das eine und umgekehrt gibt es aber doch Momente, in denen ich LAA gerne sehen möchte und wenn nicht dann nochmal auf die schriftliche Unterrichtsentwurfplanung eingehen darf.
00:27:57: Und auch auf die Rolle, die Julian Ebenstamm genutzt hat.
00:28:00: Er hat vom Sparringspartner an der Stelle gesprochen.
00:28:04: Thorsten Steinhoff nutzt Ghostwriter auf der einen Seite.
00:28:08: das sind all die Texte, die uns fürchterlich langweilen.
00:28:11: ja mit einem schnellen Promt mach mal bitte hier schnell die Unterrichtsplanung zu XY fertig.
00:28:16: damit ist niemanden von uns geholfen.
00:28:19: Aber in der Überlegung, wie ich koaktiv mit der KI umgehen kann.
00:28:23: Wie ich darüber nachdenken und abprüfen kann als Bearingspartner was bedeutet das für die Lernwirksamkeit?
00:28:30: Für die Unterrichtsöffnung usw.
00:28:32: und sofort da sind wir ja genau im Geschäft so meine ich.
00:28:36: Und dann möchte ich LA sehen.
00:28:38: Iris und Ich haben heute Morgen eine Vorbereitung auf den Podcast nochmal ganz kurz miteinander kommuniziert.
00:28:45: Also, wenn wir die einzelne Lehrkraft hinter der Planung sehen wollen.
00:28:49: Ja?
00:28:50: Dann macht sie sich auch diese Planung sprachlich zu eigen und das ist wirklich dann auch das Wichtige.
00:28:56: Und dazu kann KI Georg hat es mit seinem frühen Kasten G-Beauty gesagt Ne?
00:29:02: Wir haben im Referendariat jetzt hier zusammen auch einen entwickelt.
00:29:06: Damit ist es möglich in Planungsgedanken vertieft einzusteigen und KI als Bearingspartner zu benutzen.
00:29:14: Vielen Dank nochmal für die Ergänzung.
00:29:16: Ich fasse da spannend, euch beiden jetzt mal zuzuhören und zu sehen wer quasi auch welche Ansicht vertritt.
00:29:21: Am Ende sieht man aber ihr ergänzt euch!
00:29:26: Ich finde sie übrigens auch ganz furchtbar dass aufgrund der ja Unklarheiten, die dahingehend herrschen dieses Misstrauen ja noch befördert wird was dann auch besteht Und deswegen auch Schülerinnen und Schüler, auch Studierende immer mehr dazu neigen beispielsweise ihre Texte bewusst zu verschlechtern damit sie zum Beispiel nicht mehr von vermeintlichen funktionierenden KI-Dediktoren als KI gelabelt werden.
00:29:52: Ich glaube das was gerade von euch so ein bisschen geschildert wird lässt sich am besten auch darauf mit... beziehen, dass es halt da auch einfach Beziehung braucht.
00:30:02: Eine Basis auf der man eben entsprechend über diese Dinge reden kann und da offene Austausch stattfindet und man sich traut darüber zu reden und offen zu sein und eben nicht die Dinger rauszulassen sondern ganz bewusst reinzunehmen und dann einfach die Bedingungen für beide Seiten zu klären so das Sicherheit entsteht und dann noch entsprechende Umgang damit finde ich nochmal richtig wichtig zu sehen, dass da eigentlich viele Ansätze gibt und Möglichkeiten Prüfungskultur entsprechend anzupassen ermutigend Ich wende mich an dieser Stelle nochmal an Juliane.
00:30:33: Und zwar, jetzt haben wir so ein bisschen diese Lage, dass eben potenziell auch nicht wirklich viel gelernt wird wenn die Auseinandersetzung nicht mit dem Stoff stattfindet also das schon klar sein muss dann zum Beispiel über diverse Dinge das sichtbar wird.
00:30:47: ja da hat jemand sich bewusst selbst Gedanken gemacht.
00:30:50: deswegen So ein bisschen die Frage, wer vielleicht nie so selber geplant hat.
00:30:56: Selber mal sich mit dem Unterricht so auseinander gesetzt hat in der Vorbereitung.
00:31:00: Der lernt es dann auch nicht richtig weil das ist ja eben nicht aus dem eigenen Geist und Sprung.
00:31:04: Wir haben schon einmal so ein kleines bisschen angedeutet sozusagen da deine... dass doch eben dein eigenes Bewusstsein mit eingeflossen ist für diese Dinge.
00:31:15: Aber ich würde das gerne noch mal so ein bisschen in der Praxis erfahren, wie genau bist du da vorgegangen um jetzt auch sicherzustellen?
00:31:21: Ich planen das jetzt einfach nur um KI-Unterstützung und lass mir helfen sondern ich lasse einen Teil von mir sozusagen teil davon werden.
00:31:30: Ja, ich glaube...ich möchte es einmal veranschaulichen mit einer Frage die mir letztens eine Tür dargestellt hat.
00:31:35: Es ging dabei im spanischen Unterricht um die Kompetenz E-Mails auf Spanisch zu schreiben Und die Schülerin hat ganz zu Recht den Einwand angebracht.
00:31:43: Also warum muss ich das eigentlich lernen?
00:31:44: Es ist ja kompletter Bullshit, weil es kann die KI auch von mich leisten und die Frage ist berechtigt, weil ich bin selber genauso faul und lasse meine E-Mails inzwischen mit der KI generieren.
00:31:53: Der große Unterschied ist einfach – Ich habe in meinem Leben wahrscheinlich schon über tausend E-mails tatsächlich auf Spanisch selbst formuliert und hab deswegen diese evaluative Kompetenz auch so ein bisschen einschätzen zu können.
00:32:04: Passt das Ergebnis!
00:32:04: Ist das Register angemessen, ist das Adressaten orientiert?
00:32:08: Und ich glaube, das kann eben ein Schüler in der Schülerin aber auch gegebenenfalls eine Referendare nicht.
00:32:14: Wenn man die Dinge nicht auch irgendwo erst mal selbst gemacht hat.
00:32:16: Ich glaube es geht nicht für alles.
00:32:18: Aber schon dass es sinnvoll ist viele Aspekte der Unterrichtsplanung im Referendariat auch mal analog zu gestalten und diese ganzen Hilfsmittel, die es heute gibt auszublenden.
00:32:29: Also zum einen auch einmal um diesen Schaffungsprozess nachzuvollziehen so wissen wir das eigentlich funktioniert, um später das Ergebnis der KI falls ich da doch mal zum Einsatz bringen möchte besser evaluieren zu können und vor allem auch um so ein bisschen Dankbarkeit zu entwickeln für all diese Mittel- und Wege- und Instrumente und Hilfsmittelchen, die's heute so gibt auch für Referendarinnen dies früher nicht gab.
00:32:51: Ich will mir nicht vorstellen, wie mein Referentariat gewesen wäre.
00:32:54: Wenn ich nicht KI gehabt hätte, wenn ich nicht all diese digitalen tollen Hilfsmittel gehabt hatte, die Georg mir größtenteils vorgestellt hat.
00:33:02: Deswegen glaube ich schon dass es wichtig ist viel einfach selber zu machen und die Frage ist auch immer für mich wo an welcher Stelle bringe ich KI?
00:33:08: Nicht zum Einsatz!
00:33:09: Ich habe es vorhin schon mal angesprochen als du mich nach der Lehrprobenplanung gefragt hast.
00:33:13: eine Lehrprobe in der Unterrichtsstunde ist irgendwo mein eigenes Baby, mein eigenem Gedankengut Idee haben.
00:33:21: Ich möchte selbst erst mal ein Konzept haben, bevor ich die KI sukzessive als Baringspartner zum Einsatz bringe und mir vielleicht rückmelden lasse wo gibt es Schwächen?
00:33:28: Wo kann ich nachrüstieren?
00:33:30: Wo ich mich sicherlich auch Materialien erstellen lasse.
00:33:32: da kann nicht Zeit sparen aber ich glaube die Grundidee sollte irgendwie immer aus einem Selbstkommen damit das wirklich auch Substanz hat und dass das auch wirklich glaubhaft ist.
00:33:42: Ich finde es übrigens ganz schön, weil ich finde man sieht daran dass das ja nicht nur so sein muss.
00:33:46: Dass man jetzt Pionier sein kann in...ich lasse mich alles noch von KI machen sondern man kann ja auch Pioniert darin sein, dass man mit KI in der Lage ist trotzdem zu wachsen und zu lernen.
00:33:56: Man muss halt nur wissen wie?
00:33:57: Und jetzt hast du es so schön gesagt, dass du ja vorher sozusagen... also du bist mit dem Church of Youth ein bisschen auch oder mit Church Of Youth Release und dann auch der ganzen KI-Entwicklung macht sozusagen groß geworden als Lehrkraft in diesem Beruf.
00:34:10: Jetzt kann man sozusagen die Weiche stellen.
00:34:12: Ich finde, das ist ein ganz wunderbares Beispiel dafür, dass es eben nicht so sein muss wie wenn du sagst okay aber dann hast du ja trotzdem keine Ahnung von deinem eigenen individuellen Unterricht.
00:34:20: doch das kannst du weil du da einen ganz anderen Ansatz gefunden hast andere Perspektive darauf KI zu nutzen und das find ich total wichtig, was man hier auch sieht Ist nicht die KI die dann böse ist oder alles schlechter macht sondern die ist ein absolut fantastischer Grund zu überlegen Wie will ich lernen?
00:34:35: Wie will in dieser Welt existieren?
00:34:37: Und wie will ich ein Teil von ihr sein geben, gerade im Fall von der Kräften.
00:34:42: Das finde ich so wichtig und entscheidend.
00:34:44: also ja
00:34:46: super gut!
00:34:46: Und du hast es jetzt grade auch selbst gesagt Julian dass du ja von Anfang an diese Tools zur Verfügung hattest aber auch weil natürlich deine Seminarschule das ganze unterstützt hat.
00:34:55: aber dein Referendariat ist er wirklich komplett in dieser Zeit gefallen.
00:35:00: Es war auch noch alles relativ neu und frisch.
00:35:03: Wie war das denn damals für dich oder vielleicht auch?
00:35:06: Wir haben jetzt mit dir jemand, du wirkst sehr offen und probierst aus.
00:35:10: Es gab ja bestimmt auch andere Mitreferentarinnen.
00:35:14: Wie seid ihr denn alle damit umgegangen?
00:35:17: Ja also ich muss dazu sagen, ich kenne schon auch noch... Bewertungskultur, Prüfungskultur und Unterrichtskultur vor dieser Zeit eben aber aus dem Uni-Kontext.
00:35:29: Und ich fand es ganz spannend.
00:35:30: im November, wenn ich mich nicht ganz täusche hat OpenAI zum ersten Mal LGBT für den Autonomalverbraucher gelanscht und ich erinnere mich dass die, also ich habe im literaturwissenschaftlichen Bereich an der Uni gearbeitet Qualität der wissenschaftlichen Arbeit, wenn das Studierende nachhaltig verändert hat.
00:35:47: Ich will gar nicht pauschal sagen dass sie sich verbessert hat aber vorher haben einiges nicht geschafft Sekundäre Literatur zu verwenden.
00:35:53: Das war auf einmal möglich lieber auch einigermaßen auf die Primärquelle bezogen.
00:35:57: Blöderweise gab es manche Autor-Innen Nicht.
00:35:59: die waren einfach nicht existent.
00:36:01: Und es war so das erste Mal, dass ich gemerkt habe okay irgendwas verändert sich hier.
00:36:03: wir müssen darauf reagieren.
00:36:04: Ich bin auch ganz froh, dass mich aus diesem Forschungskontext zurückgezogen hat weil auch da das ist nochmal ein ganz anderes Thema für vielleicht eine andere Sendung oder eine andere Folge muss man sich Gedanken machen wie es entwickelt.
00:36:15: aber jetzt hast du völlig recht.
00:36:17: im Schulkontext bin ich damit sozusagen groß geworden und ich hab's eigentlich immer als Chance entfunden die KI zu nutzen um effizienter zu sein kollidativ bessere Ergebnisse in vermeintlich kürzerer Zeit zu generieren.
00:36:33: Ich hatte da großen Spaß daran, ich habe vorhin schon mal von einem Investment gesprochen.
00:36:37: Ich war irgendwie auch bereit so dieses Investment zu bringen.
00:36:40: Ich glaube für viele ist es auch erst einmal überfordernd.
00:36:44: haben dann eben auch diese Angst, von der Georg schon gesprochen hat.
00:36:46: Es geht nicht nur Schüler immer so wenn sie irgendwie arbeiten schreiben und das Gefühl haben, die könnte jetzt zu gut sein.
00:36:51: es geht auch Referendarin so was muss ich eigentlich alles können?
00:36:54: Das ist eben ein riesiger Blumenstrauß an Möglichkeiten der im Angebot.
00:36:58: Was brauche ich da eigentlich?
00:36:59: wie steige ich dadurch?
00:37:00: Man ist vielleicht doch erst mal generell mit der Situation überfordert.
00:37:03: deswegen finde ich auch hier, die Subjektivität der Erfahrung ist da in den Vordergrund zu stellen.
00:37:08: Ich glaube aber dass wir eben jetzt in dieser Welt leben, es ist da!
00:37:11: Ich will's auch gar nicht bewerten und können es, wir brauchen uns auch gar nichts bewerten weil wir werden einfach jetzt in diese Welt weiterleben mit der KI und ich hab noch... also ich bin jetzt fünfunddreißig, je nachdem wie es dann mit der Rente irgendwann mal in dreißig fünfund dreizig Jahren ausschaut.
00:37:23: Noch ganz viel Zeit vor mir an der Schule und ich fürchte das wird sich auch noch ganz ganz viel weiterentwickeln und ich muss mich dann auch neu erfinden.
00:37:30: Und genau ich glaube auch man muss einfach diese Offenheit immer mitbringen sich weiterzuentwickeln, ich glaube Katrin du hast davon gesprochen dass wir lebenslangen Lernende sind egal ob Seminallerkraft oder nur Lehrkraft oder auch Schüler-Schülerinnen.
00:37:44: Ich glaube wenn man diese Offenheit mitbringt dann kann es auch was werden.
00:37:51: Diana du ja gerade nach dem Mitreferender eingefragt hast.
00:37:54: also ist sicher so das die unterschiedlichen Referendare einen sehr unterschiedlich mit umgehen hängt aber Und es ist extrem wichtig, sehr von der Seminarschule ab.
00:38:05: Eine ganz kurze Freude, genauso wie in der Schule und im Unterricht muss auch in der Ausbildung eine große Offenheit und eine große Experimentierfreudigkeit da sein.
00:38:19: Die Akzeptanz dessen das damit gearbeitet wird, muss deutlich sichtbar sein.
00:38:25: Dann fällt dieses Hemdlichton oder dieses Schummeln einfach weg!
00:38:31: Also die Offenheit muss da sein und die Leute müssen merken, dass sie damit arbeiten sollen.
00:38:35: Dass es wichtig ist genauso wie Schülerinnen das spüren müssen.
00:38:39: Das wollte ich nur noch mal ergänzen weil das einfach unfassbar wichtig ist.
00:38:43: Ja vielen Dank!
00:38:44: Ich finde das eine total wichtige Ergänzung.
00:38:47: was ich vorhin auch glaube ich Haltung nannte ein bisschen dazu gehört dass man dem gegenüber entsprechend offen gegenüber steht.
00:38:55: jetzt würde mich mal noch interessiert zu der Frage möchte sehr gern noch kommen und zwar Kathrin an dich.
00:39:03: Du hast auch gerade schon angesprochen, wo du meintest was muss ich denn am Ende können.
00:39:06: Genau das ist meine Frage!
00:39:07: Was muss ich dann am Ende kommen?
00:39:09: Also was ist wichtig?
00:39:10: dass eine Lehrkraft am Ende ihres Referendariats aufgebaut hat an Kompetenz und an Skills, an Fähigkeiten die den Lehrberuf tatsächlich bereichern oder sie zu der Lehrerinnen oder dem Lehrer machen Schülerschaft entsprechend aufklären kann.
00:39:29: Vielleicht nicht nur über KI, aber auch net das in den Lehrberuf mitbringt dass es auch heute braucht mal abseits von KI sondern grundsätzlich im Schulalltag.
00:39:40: Ich starte
00:39:41: wenn ich das richtig verstanden habe damit also ganz gerne vielleicht vor allen Dingen mit der Fragestellung Was bedeutet mein Lernen im Referendariat und in den achtzehn Monaten auch als didaktischer Doppeldecker?
00:39:57: Also was nehme ich hier für mich fern ab der Toolfrage von KI eigentlich mit, wie ich lerne und wie ich lernen möchte.
00:40:06: Und dann umgekehrt mit Blick auf Schüleriden.
00:40:09: Was bedeutet dieses Lernen mit oder ohne KI für Schüleriden und wie bin ich fähig willens- und in der Lage diesen Unterricht auch dahingehend zu öffnen?
00:40:19: Das heißt also für mich ist... Unterrichtsplanung in der Prozessorientierung, ganz entscheidend.
00:40:25: Nicht das Produkt bei uns die kurzgefasste schriftliche Unterrichtsplanungen sondern wirklich die Gedanken, die dahinter stecken.
00:40:35: Das Denken in Alternativen, dass sukzessive möglich wird, da sich Entwickler im Co-Planning oder in der Co-Aktivität und die Haltung, die ich damit auch unterricht hier und vor allen Dingen meiner Lerngruppe gegenüber zum Ausdruck bringe so Und ja, da steht für mich am Ende des Referendariats und zu jedem Zeitpunkt bis ich sieben Sechzig bin.
00:41:00: Super!
00:41:01: Da möchte ich direkt mal anknüpfen nämlich ganz unabhängig vom Referendariat.
00:41:07: Ich weiß Georg und du bist ja auch wahnsinnig viel unterwegs im ganzen Bundesgebiet als Fortbilder Was ist denn jetzt wichtig für Kolleginnen und Kollegen die seit keine Ahnung zwanzig dreißig Jahren unterrichten?
00:41:27: Danke, das ist schwierig.
00:41:29: Also es ist grundsätzlich nochmal das Wort Offenheit.
00:41:32: also man muss sich einfach trauen und man muss akzeptieren dass diese KI da ist.
00:41:37: Das ist dieses KI.
00:41:38: ich habe früher sage eine Fortbildung immer gesagt.
00:41:40: Es ist so November twenty-two, das war so ein iPhone Moment.
00:41:45: sowas tolles Neues sag' ich nicht, ist viel mehr.
00:41:47: Ist wirklich die größte industrielle gesellschaftlich was weiß ich?
00:41:51: Revolution die wir hier hatten.
00:41:53: es wird sich noch viel viel mehr entwickeln Und Lehrkräfte müssen offen dafür sein, dass das da ist.
00:41:58: Sie müssen sich darauf einlassen, aber genauso darauf ein lassen, dass Schüler vielleicht jetzt in bestimmten Teilbereichen mehr wissen als sie selber, wobei es da vor allem um die Nutzung geht und nicht um die kritische Bewertung und die kritischen Haltung dazu und der kritische sinnvolle Umgang mit diesen Werkzeugen.
00:42:16: Und den müssen Lehrkräften einfach lernen!
00:42:21: Zum Ende sage ich ganz gerne, wenn Sie jetzt nicht in zwei Wochen pensioniert werden.
00:42:24: Da müssen sie jetzt leider lernen und also es ist so.
00:42:27: wir müssen damit umgehen.
00:42:28: Es wird sich unfassbar viel verändern.
00:42:30: Wir müssen nach wie vor um nochmal auf die Frage eben von Cynthia zurückzukommen Einfach in der Lage sein einen guten Unterricht zu planen Nach die Kriterien dessen was heute guten Unterrichten darstellt aber eben das mit KI und KI auch als Unterrichtsgegenstand nicht einbauen.
00:42:49: Es wird sich alles noch viel, viel weiter verändern.
00:42:51: Es gibt jetzt ja JetGPT, hat es gerade angekündigt von Claude auch schon ganze Versionen nur für Lehrkräfte bis hier in den USA werden aber auch bei uns kommen und das ist ganz wichtig eben zu verstehen was da passiert um nicht in diese Falle zu laufen dass ich einfach die Dinge kritiklos übernehme weil's ja so toll klingt.
00:43:09: also ich muss wenn ich heute in der Schule unterrichtet egal wie alt lernen damit umzugehen Sowohl, dass ich jetzt den Schülerin beibringe kritisch das zu nutzen als auch selber zu verstehen was da passiert.
00:43:22: Absolut ganz ganz wichtiger Punkt und deswegen ist es ja auch so schön zu sehen, dass du und viele andere das so aktiv sind und ich glaube ganz viel über die eigentliche Arbeitszeit hinaus sich auch engagieren in diesem Bereich.
00:43:39: Genau dann weiter an dich Julian.
00:43:41: wir kommen nämlich langsam in Richtung Ende des Podcasts.
00:43:46: Was für ein Tipp hättest du an jemanden, der dir jetzt bald ins Referendariat startet?
00:43:54: Also erstmal allgemein unabhängig von der KI cool bleiben.
00:43:58: Es ist alles nicht so schlimm!
00:44:00: Ich glaube wir das im Internet wahnsinnig viele Horrorgeschichten kursieren und ich will auch die gar nicht marginalisieren, die wirklich einen traumatisierenden Referentariat erleben mussten.
00:44:11: Das gibt es auf jeden Fall aber ich glaube die meisten Horrorgeschichte sind alle nicht so heiß wie sie gekocht werden.
00:44:18: Wenn man irgendwann mal die Leute kennenlernt, die diese Rezensionen im Internet verbreiten und dann auch die betreffenden Seminallehrer unter den Seminalehrerinnen, dann versteht man so ein bisschen mehr warum die Texte so ausfallen und nicht anders.
00:44:31: Deswegen allgemein ist es alles in Ordnung.
00:44:33: ich glaube alle aller meisten Seminarlehrkräfte wollen nur das Beste für einen und man kann wahnsinnig viel lernen.
00:44:40: Und es ist auch noch kein Meister vom Himmel gefallen, also ich hatte als ich angefangen habe mit den Referendären überhaupt keine Ahnung von PAI.
00:44:46: heute darfst du mit Georg auf Tour gehen und wir halten gemeinsam Vorträge und bilden fort
00:44:51: usw.,
00:44:51: das ging alles relativ schnell und wie gesagt stand bei Null, also man muss einfach diese Offenheit mitbringen so ein bisschen auch Fleiß und ja auch die Bereitschaft zu arbeiten Und dann kann man sich das alles aneignen.
00:45:02: Ich glaube, wenn man das mitbringt, ist man ideal aufgestellt.
00:45:04: Man muss sich auch nicht vorher jedes Tool anschauen und sich anschauen wie KI-Bedungskontext funktioniert sondern einfach nur offen bleiben und bereit sein was zu tun, dann wird das alles gut.
00:45:17: Ich höre bei euch auch allen ein bisschen raus.
00:45:20: Das hat es aber schön gesagt, dass man keine Angst haben braucht und das ist nicht so schlimm wie man glaubt.
00:45:27: Ich glaube, das schlimmste Gefühl des KI-Auslöse sowohl bei den Lehrkräften als auch bei den Schülerinnen oder den Referendaren ist dieses Gefühl ein Stück weit vom Kontrollverlust.
00:45:37: Es gibt einem zum einen Werkzeuge die Hand was ganz viel möglich macht, ganz viele Optionen zulässt, aber gleichzeitig ist es eben noch frei offen und neu für viele.
00:45:47: Das ist dieses Gefühl auslöst von, oh Gott aber was mache ich jetzt?
00:45:49: und was ist wenn die das damit machen?
00:45:50: Und wann kann ich das?
00:45:51: Ich glaube die Essenz von einem ist dass man irgendwie gemeinsame Regeln mit Basis findet auf denen man sich entsprechend bewegt und ich glaube das kann auch ein klein Rahmen schon irgendwie passieren ob man da sich eben dann mit den Seminalleitern austauscht oder ja als Referendar mit der Referendarenkollegen spricht und guckt irgendwie hey wollen wir uns zusammen tun das mal ansprechen Wie kann man damit umgehen?
00:46:15: Das nimmt ganz viel Horror von allem.
00:46:16: Wenn man das Problem mal benennt oder die Herausforderung und dann ein bisschen schaut, wie geht man damit Um- und wie kann man da vielleicht einen guten Weg finden auch wenn es vielleicht auf großer Ebene noch nicht passiert ist.
00:46:26: Nichtsdestotrotz möchte ich die höhere Ebene auch nochmal ansprechen.
00:46:30: Georg, ich weiß von dir dass du auch ein Kapitel geschrieben hast für Makai in Referendariat und da würde mich jetzt mal interessieren... was da so deine Kerntese ist und vielleicht gekoppelt eben daran, was vielleicht auf Basis dessen dein Wunsch wäre den du formulieren würdest als Kultusministerium um vielleicht deutlicher zu machen, was hilfreich wäre.
00:46:51: Was vielleicht etwas verändern würde?
00:46:54: Grundsätzlich ja vieles.
00:46:56: also da steht vieles drin von dem was jetzt schon erwähnt wurde das eben generative KI bei der Ideenfindung, bei Konzeption und bei Möglichkeiten der Bindendifferenzierung beim Feedback usw.
00:47:06: sinnvoll kritisch genutzt werden muss das Lehrkräfte des Lernen müssen, Referentanlagen das lernen müssen dass wir aber ganz stark auch in der Ausbildung der Leerkräfte darauf aufpassen müssen, dass es nicht zum Kompetenzverlust führt also diese diesgelegen Gefahr das Wort von die Bordschöpfung von Florian Nullksoll das ist da Und es gilt, wie vorhin auch schon mal angesprochen ohne eigene Expertise kann ich selber keinen vernünftigen Unterricht planen.
00:47:33: Also ich muss schon wirklich verstehen was ich da tue um die Dinge die die KI mir dann gibt einordnen zu können.
00:47:39: und dann auch was ich vorhin noch gesagt habe
00:47:42: Es ist
00:47:42: extrem wichtig dass sich die Rolle insgesamt wandelt sowohl im Seminar als auch im Klassenzimmer.
00:47:48: Wie gesagt Abstand vom Business-Horsprung.
00:47:51: Wir müssen zulassen das Jemand anders mal was anderes weiß, wir müssen zulassen dass wir gemeinsam arbeiten.
00:47:57: Dass wir konstruktiv da im Unterricht arbeiten und auch mal Kontrollverlust haben.
00:48:02: also Wir müssen weg davon das die Lehrkraft am Ende der Stunde immer recht hat.
00:48:06: es ist einfach durch und Hat auch ganz viel mit Demokratieförderung zu tun und vielen anderen Dingen.
00:48:13: Und als Wunsch an die Kultusmisterien Da gibt es extrem viele da habe ich kann ja ein Buch zuschreiben Vielleicht zwei, drei Dinge.
00:48:22: zum einen.
00:48:25: Seit offen gibt den Schulen mehr Möglichkeiten selber zu gestalten.
00:48:30: Gibt in Schulen die Möglichkeit, die KI-Werkzeuge zu kaufen, die sie auch wirklich brauchen und für sinnvoll achten.
00:48:36: So viel Geld kostet das gar nicht.
00:48:39: Gebt den Lehrkräften Zeit was viel teurer ist aber nötig ist sich vorzubilden.
00:48:46: nicht einfach so auf den Unterricht drauf, der gerade extrem belastend ist in dieser Zeit.
00:48:52: Sondern es gibt die Zeit sich wirklich vorzubilden damit wir für die Kinder, für die Jugend und für die Zukunft einfach was tun können.
00:48:59: Wir haben Hauserbildung außer Hirn bei uns in Deutschland kein Rohstoff und das ist wichtig
00:49:04: Genau, aber Georg was du jetzt gerade auch gesagt hast ich finde hat sich auch der Kreis zum Anfang so schön geschlossen.
00:49:11: Man ist nicht allwissen sondern man muss gemeinsam lernen SchülerInnen oder auch ReferendarInnen haben manchmal ein Wissensvorsprung und damit umzugehen mit dieser Unsicherheit umzugehn.
00:49:22: Insofern fand ich das noch mal einen schönen Abschluss, zudem quasi Anfang auch.
00:49:27: Das macht das Ganze jetzt so richtig rund!
00:49:30: Vielen Dank an euch drei, an Julian, Kathrin und Georg, dass ihr euch heute die Zeit genommen habt hier dabei zu sein.
00:49:37: Ich fand es ein wunderbares Gespräch.
00:49:39: Und ja vielen dank und euch allen einen guten Start ins neue Schuljahr.
00:49:45: Danke schön!
00:49:48: Ganz herzlichen Dank, war wirklich ein tolles Gespräch.
00:49:51: Es hat sehr viel Spaß gemacht.
00:49:53: Sehr uns auch!
00:49:54: Und man müsste das eigentlich mit sechzehn
00:49:56: Ländern
00:49:56: machen weil ich finde allein schon diese Gemeinsamkeiten unterschiedet zu sehen total spannend.
00:50:02: und dieses Seminarschulenkonzept, das klingt für mich auch total toll was du erzählt hast oder was ihr erzählt habt.
00:50:09: und ja warum ich diesen Podcast so mag bewählen er laden immer tolle Gäste ein und es macht mir so viel Hoffnung Weil wir haben natürlich so eine Auswahl, besonders toller engagierter Leute.
00:50:21: Aber ich glaube ihr seid diejenigen, die das ganze System, dass ja auch wirklich viele Herausforderungen hat am Laufen hält und es macht mir immer sehr viel Hoffnung und das freut mich dann mit euch zu sprechen und zu wissen – Es gibt so tolle Lehrkräfte da
00:50:46: draußen!
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